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| Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz in stationären Einrichtungen |
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Nützliche und wichtige Informationen bietet diese Broschüre, auf welche ich hier aufmerksam machen möchte.
Herausgeber:
Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund
der Krankenkassen e.V. (MDS)
Lützowstraße 53
45141 Essen
Telefon: 0201 8327-0
Telefax: 0201 8327-100
E-Mail: office@mds-ev.de
Internet: www.mds-ev.de

Auszug aus der Broschüre:
Einleitung
Menschen mit Demenz haben aufgrund der krankheitsspezifischen Beeinträchtigungen
nicht nur einen höheren und sondern vor allem einen anders
gearteten Bedarf an professioneller Pflege und psychosozialer Betreuung
als andere Heimbewohner. Die Demenzerkrankung beeinflusst auf vielfältige
Weise den Lebensalltag der Betroffenen und deren Beziehungs- und
Interaktionsfähigkeit zu ihrer sozialen Umwelt. Der meist langjährige
Krankheitsverlauf führt zu dauerhaften Einschränkungen im Alltagsleben.
Hierdurch werden auch die Fähigkeit zur selbständigen Lebensführung und
die Lebensqualität maßgeblich beeinflusst. Die Qualität der Pflege und
Betreuung von Menschen mit Demenz beeinflusst nicht nur deren Lebensgefühl,
sondern auch das ihrer Angehörigen.
Eine zentrale Erlebnisdimension des Menschen mit Demenz ist die Angst
(Wojnar, J. 2001). Auf dieses Erleben reagieren die Betroffenen mit unterschiedlichen
Verhaltensweisen, die sich im Lebensalltag zeigen und auf
Außenstehende oft rätselhaft, befremdlich bis bedrohlich wirken (herausforderndes
Verhalten).
Alltagsrelevant sind z.B. Symptome wie Unruhezustände, Apathie, depressive
Stimmungen mit Suizidalität, Desorientiertheit, Sinnestäuschungen
oder aggressive und abwehrende Verhaltensweisen. Diese bedingen notwendigerweise
einen erhöhten Betreuungsbedarf und eine besondere
Interaktion und Kommunikationskultur mit den Betroffenen. Erschwerend
kommt für einen Teil der Menschen mit Demenz hinzu, dass sie, je nach
Biographie und Erkrankungsdauer, nur lückenhaft oder gar nicht in soziale
Netze über das Heim hinaus eingebunden sind. Da also eine soziale Unterstützung
außerhalb der Institution Heim in diesen Fällen nur in geringem
Umfang existiert, sind die anderen Heimbewohner und die professionell
Pflegenden häufig die einzigen Bezugspersonen.
Die Sicherstellung einer angemessenen Pflege und Betreuung kann nur
gelingen, wenn alle beteiligten Professionen gut miteinander vernetzt sind
im Sinne einer fachkompetenten, wertschätzenden Kooperation. Eine
besondere Rolle kommt hierbei der gelingenden Zusammenarbeit von
Haus- bzw. Facharzt und den Pflegenden zu. Die Grundsatzstellungnahme
stellt den aktuellen Stand des Wissens zur Pflege und Betreuung von Menschen
mit Demenz dar, wobei die Perspektive des Betroffenen und seiner
Angehörigen im Hauptfokus dieser Stellungnahme steht.
Broschüre zum Download >>> Hier klicken
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